Baumwolle – natürliche Feelgood-Faser

 
Baumwolle - Die natürliche Wertigkeit
 
Ohne Baumwolle wären unsere Kleiderschränke erschreckend leer. Weich, sanft zur Haut, sehr robust, luftig, trocken, mit wenig Allergiepotenzial, hat Baumwolle alle Attribute, die ein schöner Kleidungsstoff haben sollte.
 

Der Traum in Weiß wächst nicht auf Bäumen

 
Den Namen verdankt die Baumwolle (lat. Gossypium), die eigentlich an Sträuchern wächst, ihren langhaarigen Samen (Lint), die sich, wie Baumsamen, über weite Flächen hinweg ausbreiten. Nach dem Pflücken werden Körner von Fasern getrennt und zu dünnem Baumwollgarn gesponnen. Danach folgen die Veredelung und die Weiterverarbeitung zu mehr als 20 verschiedenen Stoffarten. Wir haben für Sie die Wichtigsten zusammengefasst:
 

Bio-Baumwolle

Obwohl sie eine der haufreundlichsten Textilien ist, kann reguläre Baumwolle sehr empfindliche Haut reizen. Beim Färben und Drucken kommen häufig chemische Stoffe zum Einsatz. Echte Bio-Baumwolle wird streng kontrolliert und nur Hersteller, die auf Genveränderungen und Chemie beim Anbau verzichten, bekommen das Siegel.
 

Cord

Es gibt Cord in verschiedenen Stärken und Qualitäten, aber alle weisen die charakteristischen Längsrippen auf. Typischerweise wird Cord für Hosen und Jacketts verwendet.
 

Baumwollsatin

Mit seiner glänzenden Oberfläche und seinem feinfädigen, seidenähnlichen Gewebe findet Baumwollsatin hauptsächlich bei edler Bettwäsche, Unterwäsche und edlen Blusen Verwendung.
 

Canvas, Chambray, Popeline und Kattun

Das feste Baumwollgewebe findet hauptsächlich Einsatz bei Jacken und Blusen.
 

Chenille, Velveton, Velours und Samt

Diese vier Stoffarten besitzen ein flaches Baumwollgewebe mit aufgerauter Oberfläche, die es besonders weich und warm macht. Viele Heimtextilien bestehen aus diesen Stoffen. Samt besitzt einen 1 bis 3 mm langen Flor, der anschmiegsam ist und häufig bei Kleidern Einsatz findet.
 

Damast und Jacquard

Eingewebte, feine oder großflächige Muster im Baumwollgewebe, die auf einer Seite hinterlegte oder eingearbeitete Fäden zeigen, sind typisch für Jacquard. Damast ist die einfarbige Variante des Jacquardstoffs.
 

Denim, Twill und Gabardine

In Form von Denim, Twill und Baumwollgabardine wird Baumwolle zu sehr strapazierfähigem Gewebe, das hauptsächlich für Jeans, Khaki- und Chinohosen genutzt wird.
 

Jersey und Piqué

Baumwolljersey besitzt eine matte Oberfläche und ist sehr weich aber auch fest. Jersey ist ein idealer Stoff für Kleider und für Bettwäsche. Piqué ist ein Baumwollgewebe aus feinen Maschen, welches typischerweise für Poloshirts genutzt wird.
 

Frottee

Der Stoff, aus dem weiche Badeträume sind, hat Schlingen, welche ihn besonders saugfähig machen.
 

Bewegte Geschichte

 
Dass diese weißen Wölkchen ein besonderes Material sind, ist schon seit mehr als 8.000 Jahren bekannt und macht die Baumwolle zur ältesten Kulturpflanze der Welt. Europa erreichten die ersten Baumwollkapseln im klassischen Altertum bei den Griechen und Römern, die von der Feinheit und Weiße begeistert waren. 1764, als die erste industrielle Spinnmaschine erfunden wurde, waren Textilien aus Baumwolle für jeden erschwinglich und die Industrie boomte. Der so genannte „Cotton Belt“ in den Südstaaten der USA produzierte Baumwolle im großen Stil, mit Hilfe von Sklaven. Als die Sklaverei dort vor gut 150 Jahren abgeschafft wurde, folgten ein Einbruch in der Textilindustrie und die erste globale Rohstoffkrise. Länder wie Indien und Ägypten nutzten die Chance und bekamen Aufträge aus Europa. Weltweit arbeiten heutzutage mehr als 110 Millionen Haushalte – meist Pachtbauern – im Anbau von Baumwolle.
 

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