Der Winter naht! So überwintern Ihre Pflanzen

Pflanzen üeberwinternMal ist der Winter besonders mild, aber verregnet, mal frostig kalt mit zweistelligen Minustemperaturen. Meistens gibt es jedoch eine bunte Wetter- und Temperaturmischung. Wir verraten Ihnen den richtigen Zeitpunkt und die richtigen Wintermaßnahmen zum Schutz Ihrer Pflanzen.
 

Hereinholen oder draußen lassen?

 
Pflanzen überwinternSobald die Temperaturen nahe der 5-Grad-Grenze liegen, sollten Sie handeln und alle nicht winterfesten Garten-, Terrassen- und Balkonpflanzen vor Frost schützen. Dabei müssen Sie aber nicht jeden Kübel ins Haus bringen. Zu den robusten Pflanzen, die mit etwas Hilfe im Freien bleiben können, gehören Efeu, Lorbeer, Koniferen, Buchsbaum, Erika, Rhododendron und Klematis. Auch Bambus und Gräser dürfen draußen bleiben, sollten aber mit einem wärmenden Jutesack zusammengebunden werden, um den Kern zu schützen. Bäumchen und Rosen brauchen eine dicke Extraschicht Erde und Mulch, um Frost zu trotzen. Kälteempfindlich und daher im Winter zum Stubenhocker degradiert sind beispielsweise alle Zitruspflanzen, Oleander, Palmen, Hibiskus, Kräuter und alle Sommerblumen.
 
Tipp: Die richtige Winterpflege
 
Checken Sie zuerst alle Pflanzen, die drinnen überwintern, auf Schädlinge und behandeln Sie diese bei Befall entsprechend. Pflanzen beginnen im Oktober mit einer Art Winterruhe und brauchen weniger Wasser. Die Erde sollte daher vor dem nächsten Gießen erst durchtrocknen. Wirft die Pflanze nach einiger Zeit viele Blätter ab, reduzieren Sie das Gießen abermals. Trockene und staubige Heizungsluft setzt den Überwinterungsgästen zu. Besprühen Sie ihre Pflanzen daher ab und an mit Wasserdunst und entfernen Sie Hausstaub, der sie ersticken kann. Dünger wird bis März gar nicht mehr benötigt. Bringen Sie die Pflanzen aber schnell wieder ins Freie, sobald die Frostperiode vorbei ist, und topfen Sie sie vorher einmal um.
 

Kasten- und Kübelpflanzen draußen überwintern lassen

 
Damit Eis die Wurzeln nicht beschädigt, brauchen Pflanzen, die draußen bleiben, einen Kübel, der über eine Wärmedämmung verfügt und ein Bodenloch hat. Winterharte Terrakottakübel sind ideal. Statt auf einen Unterteller sollte der Kübel auf ein paar Holzklötze oder noch besser auf einen mit Löchern versehenen Styroporblock gestellt werden, damit keine Staunässe entstehen kann und Bodenfrost fernbleibt. Der Kübel selbst wird in einen Jutesack oder ein Vlies verpackt zusätzlich isoliert. Die Erde wird mit Laub, Mulch und Tannenzweigen bedeckt und alle Kübel werden eng beieinander an einem windgeschützten Ort an der Hauswand platziert.
 

Raumtemperatur und Lichtbedarf

 
Pflanzen brauchen im Winter zwar je nach Art nur 6 bis 12 Grad Raumtemperatur, aber ausreichend Licht. Deshalb sind Wintergärten ideale Überwinterungsquartiere. Zu viel Licht bei zu geringen Temperaturen schadet genauso wie zu wenig Licht bei zu hohen Temperaturen. Eine praktikable Alternative – außer für Palmen, Oleander und ähnliche Wärmeliebhaber – sind Plätze am Fenster in einem Raum, der nicht zu stark beheizt wird. Ein Flur oder Treppenhaus ohne viel Zugluft kann eine Alternative sein. Sogar Garage oder Keller sind mögliche Überwinterungsquartiere, wenn sie mit speziellen Pflanzenlampen ausgerüstet werden.
Wenn keine dieser Lösungen für Sie praktikabel ist, können Sie die Pflanzen auch in einer der vielen Gärtnereien, die einen Überwinterungsservice anbieten, ins „Hotel“ geben.
 
Kommen Sie und Ihre Pflanzen gut durch den Winter!

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