E-Bike-Routen in Österreich: Der Ennsradweg und seine Etappen

Radtour auf dem EnnsradwegDurch Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark: Auf 263 Kilometern haben Naturfreunde und Radfahrbegeisterte die Möglichkeit, Österreichs Facettenreichtum zu entdecken.

Radfahren auf dem EnnsradwegFlachauwinkl im Pongau ist wahrscheinlich nicht jedem ein Begriff. Hier beginnt der Ennsradweg und nimmt seine Besucher über 263 Kilometer mit auf ein Abenteuer. Durch Österreich und eine Landschaft, die den Betrachter durch Vielseitigkeit und Abwechslungsreichtum permanent ins Staunen versetzt. Die Distanz wirkt auf den ersten Blick etwas einschüchternd, doch die Tour ist in fünf Etappen aufgeteilt, so dass jeder sich die ideale Distanz selbst wählen kann. Die zentralen Orte innerhalb der Etappen sind Radstadt, Aigen, St. Gallen und Reichraming.

Der Ennsradweg ist deutlich weniger befahren als viele der übrigen großen Radtouren durch die Alpennation und somit tatsächlich noch so etwas wie ein Geheimtipp. Kaum zu glauben, da es auf den etwa 16 Stunden Fahrzeit für jeden etwas gibt: die majestätischen Berge neben der Straße, malerische kleine Dörfer und historische Altstädte, aber auch reißende Wildbäche und ruhige Täler. Einen der kulturellen Höhepunkte bietet zweifellos das Stift Admont, das die größte Klosterbibliothek der Welt beheimatet und direkt am längsten Binnenfluss des Landes gelegen ist.

Über asphaltierte Radwege und kleinere Nebenstraßen geht es an Schloss Trautenfels sowie den Nationalparks und Kalkalpen vorbei. Wunderschöne Fotomotive reihen sich aneinander. E-Biker werden die zusätzliche Hilfe durch ihr Rad schnell zu schätzen wissen, da die Distanz und Höhenunterschiede durchaus fordernd sein können. Wer deswegen erst einmal nur eine Etappe ausprobieren möchte, kann sich auf der Karte problemlos einen Streckenabschnitt aussuchen und diesen bequem an einem Tag erkunden.

Der Ennsradweg kreuzt auf seinem Weg weitere beliebte Radrouten wie den Steyrtalradweg, den Donauradweg oder auch den Murradweg und bietet so die Möglichkeit verschiedene Touren zu kombinieren, was insbesondere bei längeren Radfahrten über mehrere Tage überlegt werden möchte.
Wer schon lange einmal ausgiebig die fesselnde Natur Österreichs genießen wollte, sollte diesen Sommer das Fahrrad einpacken und sich auf den Weg zur Enns machen.

Was gibt es hier zu sehen? Sehenswürdigkeiten in der Obersteiermark

Offiziell heißt das Stift Benediktinerabtei St. Blasius zu Admont. Die Bewohner der Gegend sprechen in der Regel aber nur von ihrem Stift Admont. Das Benediktinerkloster liegt in der gleichnamigen Marktgemeinde in Österreich und wurde schon 1074 auf Geheiß des Erzbischofs Gebhard von Salzburg errichtet. Damit ist das Kloster am Rande des Nationalparks Gesäuse das älteste Stift der Steiermark.

Der Schatz des Klosters ist seine Sammlung an Schriften und Drucken, die es zur weltweit ältesten Klosterbibliothek machen. Daran anschließend gibt es ein modernes Museum, das barocke und zeitgemäße Architektur, Kunst aus allen Epochen seit dem Mittelalter und naturhistorische Exponate ausstellt. Dass die gezeigten Stücke überhaupt noch zu sehen sind, kommt einem Wunder gleich, da das Kloster 1865 fast vollständig einem gewaltigen Brand zum Opfer fiel. Beinahe das gesamte Kloster wurde von den Flammen verschlungen, inklusive der berühmten Orgel, doch die Bibliothek wurde, zum Glück für jeden Besucher und die Wissenschaft, vollständig verschont. Wer also dem Ennsradweg bis hierhin gefolgt ist, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, das fast tausendjährige Kloster nahe des Flusses zu besuchen.
 
 
Weitere E-Bike-Routen:

In der Schweiz: Die Runde von Mannenbach-Salenstein
In Deutschland: Meeresbrise entlang der Ostseeküste


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