Erkältungssaison: Superfoods für Ihre Abwehr

Erkältung_Superfoods
 
Alles hustet und schnieft? Höchste Zeit, Ihrem Immunsystem einen Extraboost zu verpassen und Ihre Abwehr zu stärken. Während unser Körper über reguläre Mischkost an normalen Tagen mit ausreichend Vitaminen und Mineralien versorgt wird, darf es in der Erkältungssaison eine Extraportion sein – die so genannten Superfoods helfen dabei.
 

Was macht ein Lebensmittel zum Superfood?

 
Superfoods zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine hohe Konzentration an Nähr- und Vitalstoffen besitzen, die sie so zu sicheren und weitgehend nebenwirkungsfreien Vitamin-, Mineral- und Spurenelement-Lieferanten machen. Nicht alle versprochenen Wirkungen der zu Superfoods erkorenen Lebensmittel sind ausreichend durch Studien belegt, weswegen wir Ihnen die momentanen Top 3 der Superfoods zur Stärkung des Immunsystems zusammengestellt haben.
 

1. Ingwer (Zingiber officinale)

 
Seit Jahrtausenden wird frischer ungeschälter (Bio-)Ingwer wegen seiner Vielzahl an Inhaltsstoffen und Wirkkomplexen geschätzt. Die würzig-scharfe Knolle soll unsere Anfälligkeit für Krankheiten senken und das Immunsystem stärken.
 
Ingwer Eindeutig durch Studien nachgewiesen und durch die World Health Organisation und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verifiziert, ist seine schmerzlindernde Wirkung durch den hohen natürlichen Gehalt von Acetylsalicylsäure, die kaum Nebenwirkungen hat.

Ebenfalls erwiesen ist die verdauungsfördernde und antibakterielle Wirkung sowie eine stark austreibende und schleimlösende Wirkung durch die ätherischen Öle und Scharfstoffe (Gingerole). Diese Kombination macht den Ingwer zu einem hervorragenden Mittel gegen eine Erkältung mit Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen Auch bei Übelkeit und Brechreiz hilft Ingwer: Er greift mit seinem Wirkkomplex Serotonin-Rezeptor-Ionen-Kanäle an, die am Erbrechen beteiligt sind. Durch diese Wirkung ersetzt die natürliche Knolle oft Medikamente gegen Reiseübelkeit im Auto, Flugzeug oder auf dem Schiff. Zudem wird Ingwer häufig auch begleitend zur Chemotherapie eingesetzt.
 
 
 
Mögliche Nebenwirkungen: Ingwer hemmt die Blutgerinnung und kann deshalb Gefäßverengungen und Thrombosen vorbeugen. Allerdings ist Vorsicht geboten, wenn Blutverdünnung vermieden werden sollte, wie beispielsweise vor Operationen. Bei Schwangerschaften kann Ingwer eine ungewollte wehenfördernde Wirkung haben und sollte deshalb nicht ohne Absprache mit dem Arzt zu sich genommen werden. Ingwer fördert zudem die Magensäure-Produktion und sollte bei empfindlichem Magen nicht zu sich genommen werden, da Sodbrennen verstärkt auftreten kann.
 

2. Acerola-Kirsche (Malpighia glabra)

 
Diese von den Antillen stammende süßsaure Kirsche gehört ebenfalls zu den Früchten mit enormem Vitamin-C-Gehalt. Während Zitrusfrüchte wie Zitronen ungefähr 50 mg pro 100 g enthalten, kommt die Acerola auf 1700 mg pro 100 g Frucht. Übertroffen wird die Kirsche, die hierzulande als Pulver oder Saft erhältlich ist, nur von der Camu-Camu-Frucht. Außer Vitamin C enthält sie große Mengen an Eiweißen, Magnesium und Kalzium.
 
Mögliche Nebenwirkungen: Es gibt Hinweise auf eine Kreuzallergie mit Naturlatex durch den Inhaltsstoff Prohevein.
 

3. Goji-Beeren (Lycium barbarum)

 
In Asien werden die Beeren, die hierzulande auch als Wolfsbeere oder Bocksdornfrüchte bekannt sind, schon immer in der Heilkunst gegen alle möglichen Erkrankungen wie Infektionen, Virenbefall, Herz-Kreislauf-Probleme u. v. m. eingesetzt. Die medizinischen Wirkungen sind allerdings nicht hinreichend durch Studien belegt. Momentan werden in umfangreichen Untersuchungen in den USA, Europa und Asien die Wirkkomplexe der Gojis als Schutz vor einigen Krebsarten, Alzheimer und Parkinson erforscht.

Nachgewiesen ist allerdings jetzt schon, dass diese kleinen roten Beeren mit ihrem süß-säuerlichen bis herben Geschmack zu den nährstoffreichsten Pflanzen der Welt gehören. Ebenso anerkannt ist die Wirkung der Gojis als Schutz vor der Zerstörung des optischen Nervs bei Grünem Star sowie zur Stärkung der Leber und des Immunsystems durch ihren hohen Gehalt an Vitamin A, C und E sowie Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium, Polysacchariden, Carotinoiden und 19 Aminosäuren. Für das Immunsystem sind Gojis also ein echter Booster.
 
Mögliche Nebenwirkungen: Achten Sie auf die Qualität der Gojis, um eine Belastung von Giftstoffen, die Nebenwirkungen hervorrufen können, zu vermeiden. Kaufen Sie Gojis aus Bioanbau, Bioprodukte aus Goji-Beeren oder gönnen Sie Ihrem Garten einen eigenen pflegeleichten Bocksdornstrauch. Bei einer Marcumartherapie ist ebenfalls Vorsicht geboten, da die Gojis die Blutgerinnung noch weiter absenken.
 
 
 
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Ihrer Information, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung durch einen Arzt.
 
 

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