Mit Yoga durch den Winter

Wer sich im Winter schlapp und energielos fühlt, sollte Yoga ausprobieren: Denn die aus Indien stammende Lehre kann dem Körper nicht nur einen großen Energiekick verleihen, sondern zugleich entspannen. Was Yoga genau ist und wie es auf Körper und Geist wirkt, erfahren Sie im Folgenden. Zusätzlich finden Sie zwei Übungen, die Sie einfach umsetzen und gerne ausprobieren können.

Yoga – philosophische Lehre mit ausgleichender Wirkung auf Körper und Geist

Yoga ist eine philosophische Lehre, die schon vor 2000 Jahren in Indien entwickelt wurde. Die Bezeichnung Yoga stammt aus dem indischen Sanskrit und bedeutet übersetzt so viel wie „zusammenbinden“. Und tatsächlich geht es bei dieser Praxis um die Verbindung zwischen Körper und Seele, die im Yoga eine Einheit bilden. Ziel ist das Einswerden mit dem Bewusstsein.

Grundsätzlich besteht Yoga zum einen aus speziellen Körperübungen (sogenannten Asanas) und Atemübungen (Pranayamas) sowie Meditation. Die Atmung ist beim Yoga essenziell, denn sie bringt laut der Lehre Körper und Geist zusammen.

Vorteile von Yoga


Bestens bekannt ist die Steigerung der Beweglichkeit, die Yoga bei regelmäßigem Praktizieren herbeiführen kann: Denn schließlich besteht ein Großteil der Yoga-Übungen aus Dehnübungen, mit denen Sie Ihre Flexibilität steigern können.

Doch Yoga kann sich auf noch vielfältigere Weise positiv auf den Körper auswirken. So kann Yoga laut dem Deutschen Ärzteblatt zur Gesundheit von Herz und Kreislauf beitragen und die Anzahl der Antioxidantien im Blutkreislauf erhöhen.

Zudem gibt es verschiedene Studien, die nahelegen, dass Yoga sich beim Stressabbau als wirksam erweist. Die positive Wirkung versucht auch die Psychologie für sich zu nutzen, um zum Beispiel Depressionen und Ängsten entgegenzuwirken.

Verschiedene Yoga-Stile

Yoga ist vielfältig! Kein Wunder, denn schließlich handelt es sich hierbei um eine jahrtausendealte Philosophie, die bis heute Bestand hat. Dabei existieren mehrere Yoga-Stile, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen:

Hatha-Yoga ist eine sehr bekannte Richtung und der Klassiker unter den verschiedenen Stilen. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus körperlichen Übungen, Meditation und Pranayama (Atemübungen). Hatha-Yoga eignet sich insbesondere gut für Anfänger, weil es bei dieser Form des Yoga eine Vielzahl an Übungen für verschiedene Fitnesslevels gibt.

Nicht weniger bekannt ist Vinyasa-Yoga: Dieses betont den körperlichen Aspekt von Yoga und versucht einen Zugang zum Yoga über den Körper zu schaffen und davon ausgehend weiter in die Bereiche des Geistes und Bewusstseins vorzudringen. Vinyasa-Yoga ist etwas schweißtreibender als Hatha-Yoga. Wichtig beim Ausführen der Übungen des Vinyasa-Yogas ist ein beständiger Fluss der Übungen, die in Synchronität mit der Atemtechnik erfolgen sollen.

Beim Bikram-Yoga, auch Hot Yoga genannt, kommt man richtig ins Schwitzen: Bei dieser Sonderform des Hatha-Yogas, führen Sie eine Folge von 26 verschiedenen Übungen (24 Körper- und zwei Atemübungen) bei einer Raumtemperatur von rund 40 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von knapp 40 Prozent aus – und das über ganze 90 Minuten hinweg.

Mit Yin-Yoga sind Sie bestens bedient, wenn Sie eine ruhigere Form des Yogas bevorzugen. Diesen Stil zeichnet ein eher ruhiger, entspannender Charakter aus, die meisten Übungen werden sitzend oder liegend ausgeführt. Die Übungen dauern meist zwischen drei und sieben Minuten lang an, wobei keine Muskelanspannung vorgesehen ist, sondern hingegen ein meditativer Zustand das Ziel ist.

Dürfen wir vorstellen: Zwei Yogaübungen für Anfänger

Yoga ist grundsätzlich für jeden geeignet, so beschreibt es zumindest der berühmte Yogalehrer T.K.S. Krichnamacharya, wenn er behauptet: „Jeder kann Yoga üben, der atmen kann.“ Wer allerdings unter körperlichen Einschränkungen leidet, sollte dennoch im Zweifelsfall vorher mit dem eigenen Hausarzt abklären, ob oder in welchem Umfang Yoga sich als körperliche Praxis eignet.

Wichtig ist beim Yoga grundsätzlich, dass Sie die Übungen ihrer körperlichen Verfassung anpassen. Richten Sie sich nach Ihrer individuellen Belastungsgrenze. Das heißt im Klartext: Wenn Sie sich mit irgendeiner Praktik nicht wohlfühlen oder sogar Schmerzen dabei haben, dann führen Sie nur die Teile aus, die für Sie angenehm sind oder suchen sich eine andere Übung heraus. Fangen Sie am besten gleich damit an!

Übung 1: Die Kobra


Diese Übung ist super für Anfänger geeignet. Sie regt die Rückenmuskulatur an, stärkt Gesäß und Arme und hat eine befreiende Wirkung. Am besten Sie praktizieren diese Übung auf einer Yoga- oder Gymnastikmatte.

So geht’s:

Legen Sie sich mit dem Bauch auf Ihre Matte. Ihre Beine und Arme strecken Sie dabei parallel zum Körper aus. Ihre Fersen berühren sich.
Ihre Hände stützen Sie nun in Bauchnabelhöhe ab. Heben Sie dabei Ihren Kopf und Oberkörper leicht an. Ihre Hände und Ellbogen sollten dicht am Körper anliegen.

Legen Sie Ihren Kopf leicht in den Nacken und bleiben Sie für mindestens 20 Sekunden in dieser Position. Atmen Sie währenddessen tief ein und aus. Die Übung können Sie nach dem ersten Durchlauf noch zweimal wiederholen.

Übung 2: Der Baum


Diese Übung ist Bestandteil vieler Yoga-Stile. Sie fördert die Balance, kann dabei helfen Krampfadern vorzubeugen und bringt neue Kraft.

So geht’s:

Stellen Sie sich mit beiden Füßen auf den Boden. Achten Sie dabei auf eine gerade Haltung: Sie sollten weder ein Hohlkreuz machen noch den Bauch durchhängen lassen. Ihre Arme können locker seitlich hängen.

Verlagern Sie im nächsten Schritt Ihr Gewicht auf das rechte Bein und lösen Sie das linke Bein langsam vom Boden. Versuchen Sie, Ihre linke Ferse an die Innenseite Ihres rechten Oberschenkels zu bringen. Sollte dies nicht funktionieren, reicht es auch, die linke Ferse an den rechten Unterschenkel zu bringen.

Ihre Arme strecken Sie nach oben aus, Ihre Handflächen bringen Sie über Ihrem Kopf zusammen. Diese Position halten Sie für mindestens 30 Sekunden, bevor Sie die Übung anschließend mit dem linken Bein wiederholen. Die Abfolge können Sie so oft wiederholen, wie es für Sie angenehm ist. 

 

 

 

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