Peeling selber machen für schöne Sommerhaut

Der Wunsch nach dem perfekten Beachbody hat manchen von uns schon im Frühjahr zum Schwitzen gebracht, aber auch die Haut soll strahlen. Dabei helfen Peelings. Sie entfernen abgestorbene Hautschuppen, machen die Poren frei und sorgen für eine gute Durchblutung der Haut, was zur Bildung neuer Zellen beiträgt – und damit zu ihrer Regeneration. Dabei pflegen Peelings die Haut im Optimalfall noch mit befeuchtenden oder rückfettenden Ingredienzen.

Das muss noch nicht einmal teuer sein, denn statt für Kosmetikprodukte teils tief in die Tasche greifen zu müssen, reichen wenige Handgriffe und Zutaten, die jeder in der Küche hat. Wir stellen Ihnen die besten pH-neutralen Peelings zum Selbermachen vor und verraten Ihnen die Dos und Don’ts beim Peelen.

Das Olivenöl-Zucker-Peeling

Olivenöl-Zucker-Peeling
Für dieses verträgliche Peeling mischen Sie einfach zwei Esslöffel Olivenöl und einen Esslöffel Zucker in einem kleinen Schüsselchen. Die Körnung des Zuckers können Sie verändern, je nachdem, welche Körperstelle Sie peelen wollen. Im Gesicht sollte es feinkörniger Zucker sein; am Rest des Körpers darf es ruhig etwas grober sein.

Die Mixtur wird auf einen Waschlappen aufgetragen und mit sanftem Druck und kreisförmigen Bewegungen in die Haut einmassiert. Nach dem obligatorischen Abspülen ist die Haut spürbar zarter und dank dem Olivenöl auch ausreichend gepflegt. Statt Olivenöl können Sie auch Kokosöl, Mandelöl oder Kombinationen mit einigen Tropfen ätherischen Öls verwenden, wobei hier das Risiko für allergische Reaktionen steigt.

Das Zitronen-Salz-Peeling

Wenn Sie ein weniger öliges Peeling bevorzugen, ist ein erfrischendes, pH-neutrales Fruchtsäurepeeling in Form unseres Zitronen-Salz-Peelings genau das Richtige. Das Grundrezept besteht aus 1 EL Meersalz, ½ EL frischgepresstem Zitronensaft und 1 EL Wasser.

Der Zitronensaft selbst wirkt entzündungshemmend, unterstützt den Säureschutzmantel der Haut und hellt diese etwas auf. Allerdings ist der pure Saft zu sauer. Das zusätzliche Wasser schafft Abhilfe und sorgt dafür, dass die Haut nicht so sehr austrocknet. Trotzdem: Nach diesem bewährten Anti-Mitesser-Peeling ist die Pflege mit einer Feuchtigkeitscreme angeraten.

Das Kaffee-Honig-Peeling

Mit dem Kaffee-Honig-Peeling bekommt die Haut einen Extraschuss Koffein und damit eine bessere Durchblutung. Mischen Sie dazu eine Handvoll Kaffeesatz oder frisch gemahlenen Kaffee (mit Koffein) mit zwei Esslöffeln Honig. Dabei entsteht eine zähflüssige Masse, die Sie wahlweise als Maske auf die Haut auftragen und einwirken lassen oder als Peeling mit einem Wattepad einmassieren können. Der Honig wirkt beruhigend und trumpft mit seiner antibiotischen Wirkung auf.

Zum Ergänzen oder Austausch eignen sich hier noch Quark und Joghurt, da sie Feuchtigkeit spenden und dank Milchsäurebakterien die Hautflora regulieren. Anstelle von Kaffee können Sie auch grünen Tee verwenden, da dieser eine ähnlich durchblutungsfördernde Wirkung auf die Haut hat.

Dos und Don’ts beim Peelen

Peeling Dos and Don'ts
Auch beim Peelen gilt: Viel hilft nicht immer viel und kann schaden, denn auch natürliche Wirkstoffe können bei einigen Menschen zu allergischen Reaktionen führen. Deshalb sollten Sie vor dem Peeling einen Blick auf unsere Dos und Don’ts werfen.

Do: Verträglichkeitstest! Nehmen Sie zunächst eine kleine Menge des Peelings und probieren Sie es auf dem Unterarm aus. So sind auch Allergiker auf der sicheren Seite.

Don’t: Nicht zu oft peelen! Ein-, höchstens zweimal pro Woche reicht. Sonst wird die Haut überstrapaziert und reagiert mit erhöhter Talgproduktion. Gleiches gilt auch fürs Peeling direkt nach der Haarentfernung. Auf Wunden und an der Augenpartie sollten Sie generell kein Peeling benutzen und diese Bereiche aussparen.

Do: Frische Zutaten verwenden und Peelings auch nur frisch hergestellt verwenden, da sonst Bakterien zu Pickeln führen können.

Don’t: Peelings mit Papaya! Der Papaya wird zwar nachgesagt, dass ihr Enzym für ein schönes Hautbild sorgt, doch Studien haben erwiesen, dass das in Papayas enthaltene Enzym Papain die Hautbarriere zerstört und starke Allergien auslösen kann.

Viel Spaß beim Nachmachen und mit Ihrer gepflegten Sommerhaut!

Studien-Quellen: Messerli Forschungsinstitut der Vetmeduni Vienna, der MedUni Wien und der Universität Wien

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