Silvester Stories: Bräuche aus aller Welt

Silvester in aller Welt
 
In jedem Land gibt es besondere Silvester- und Neujahrstraditionen, von denen wir Ihnen einige vorstellen möchten. Neben dem weltweit verbreiteten, ohrenbetäubenden Lärm, um böse Geister zu vertreiben, und dem Anstoßen um Mitternacht gibt es einige unbekanntere Bräuche, die Ihren Silvesterabend bereichern können.
 

Silvester in Spanien: Weissagende Trauben

 
Weissagende Trauben In Spanien und vielen lateinamerikanischen Ländern werden um Mitternacht 12 Trauben gegessen – mit jedem Glockenschlag eine. Jede süße Traube verheißt einen glücklichen Monat und jede saure einen nicht so guten. Diese Tradition gibt es auch in abgewandelter Form, bei der die Trauben auf einem Spieß im Champagnerglas gereicht werden.
 
Der meisten Scherben und der erste Fuß in Dänemark
 
Ähnlich wie hierzulande am Polterabend bringen in Dänemark Scherben an Silvester Glück. Die Dänen zerschmettern Geschirr an der Tür des Nachbarn – je mehr Scherben dort sind, desto mehr Glück haben die Bewohner. Ebenfalls in Dänemark und auch in Schottland bringt der erste Gast, der an Neujahr die Türschwelle passiert, Glück ins Haus. Besonders viel Glück bringen der Legende nach Schwangere, junge Mütter und Leute, die an Neujahr geboren sind, sowie dunkelhäutige Fremde.
 

Neujahr in Skandinavien und Griechenland: Die Glücksmandel oder -münze

 
Dieser Brauch wird in ganz Skandinavien in ähnlicher Form praktiziert: In einem Topf mit Getreidebrei (Porridge) oder süßem Milchreis wird eine Mandel versteckt. Jeder bekommt eine Schale und derjenige, der die Mandel in seiner Portion hat, wird im nächsten Jahr besonderes Glück haben. In Griechenland gibt es die gleiche Tradition, nur dass hier eine Münze in einem süßen Brot verbacken wird und der glückliche Finder zudem vom Abwasch befreit ist.
 

Wunschzettel aus dem alten Babylon

 
Wunschzettel aus dem alten BabylonIn Babylon wurden zum Jahreswechsel Wunschzettel an sich selbst verfasst. Dieser ist, anders als hierzulande üblich, nicht mit halbherzigen guten Vorsätzen gefüllt. Stattdessen geht es um Schwächen, die in Stärken gewandelt werden sollen. Auf die eine Seite des Zettels werden alle Ängste und anderen negativen Emotionen geschrieben, die man nicht mit ins neue Jahr nehmen möchte. Auf die andere Seite kommen alle Erwartungen an sich selbst, wie beispielsweise mutigere Entscheidungen zu treffen, mehr loszulassen oder mehr Verantwortung zu übernehmen etc., die man im nächsten Jahr erfüllen möchte. Um Mitternacht kommen alle Zettel gefaltet in einen Kupfertopf und werden verbrannt. Die Asche wird schließlich aus dem Fenster geworfen.
 
Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
 

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